3-2-1 Ribs

Wie bekommt man denn nun zarte, leckere Ribs hin? Ich fasse mal das Wichtigste zusammen, so wie ich sie immer mache. Die Zahlen in der Überschrift sind jeweils die Dauer der drei Phasen in Stunden. Ja, 6 Stunden verweilen die guten Stücke auf dem Grill. Ob nun Kohle- oder Gasgrill ist eigentlich egal – man muss nur die Temperatur konstant halten.

Aber fangen wir von vorne an – 24 Stunden vor dem eigentlichen Grillen muss man die Ribs vorbereiten und mit Trocken-Marinade (Rub) einreiben. Zuvor muss die Silberhaut entfernt werden. Dies macht man am besten mit einem Ausbeinmesser und einem Löffelstiel, in dem man mit dem Stiel zwischen Haut und Fleisch am Knochen fährt und dann die Haut hebt. Ich greife die Haut meist mit einem Küchenpapier und ziehe sie dann in einem ab.

Silberhaut & Rub

Silberhaut entfernen & rubben

Ribs aus Schwein kann man dann ruhig mit viel Trocken-Marinade einreiben, bei Rind eher etwas sparsamer mit umgehen. Dann schön in Frischhaltefolie einpacken und über Nacht ab in den Kühlschrank.

Eine Stunde vor Grill-Beginn aus dem Kühlschrank holen, damit das Grillgut Zimmertemperatur annehmen kann.

Phase 1 (3 Stunden)

Den Grill für indirekte Hitze vorbereiten und auf 110°-120°C bringen. Dann die Ribs indirekt auf dem Rost platzieren. Hier empfehle ich die Kochtopfdeckel-Halter von IKEA. Es soll Freunde geben, die sie wirklich für Kochtopdeckel benutzen 😉

Wer möchte, stellt eine Schüssel mit Wasser in den Grill, damit alles noch zarten wird. Ich selbst lege die Roste noch mit Alufolie aus. Ganz wichtig – Räucherchips dazu packen. Ich verwende meist Apfel- oder Hickory-Holz. Entweder direkt in die Kohle streuen oder in der Smoke-Box über der Flamme.

Phase 1

Phase 1 beginnt

Das Ganze bleibt nun bei oben angegebener Temperatur und bei geschlossenem Deckel für 3 Stunden.

Tipp zu Phase 1: Ich platziere die Ribs zuerst mit der Knochenseite Richtung Hitze. Nach einer Stunde drehe ich die Ribs und tausche auch die Position von hinten nach vorne. Nach der zweiten Stunde tausche ich noch mal von hinten nach vorne durch.

Phase 2 (2 Stunden)

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Beigabe beim Dünsten

Die zweite Phase kann man auch als Dünsten beschreiben. Wenn man kleine Ribs hat, kann man sie inder IKEA-Auflaufform auf das Gitter legen und in die Form z.B. Apfel- oder Ananas-Saft füllen und die Form dann mit Alufolie luftdicht verschließen.

Es gibt auch die Methode, die Ribs direkt in Alufolie zu legen und mit ein paar Löffel Mix aus Apfelsaft, Apfel-Essig und Whisky zu übergießen.

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Ribs übergießen

Danach fest in Alufolie wickeln.

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wieder luftdicht verpackt auf den Grill

Wenn die Ribs in der Form oder nur in der Folie verpackt sind, kommen sie wieder indirekt auf den Grill für die nächsten zwei Stunden. Bei der Temperatur scheiden sich die Geister. Viele bleiben bei 110°-120°C. Ich persönlich gehe in den zwei Stunden auf 150°C hoch.

phase2

nach 2h Dünsten

Nach den zwei Stunden in Alu fällt das Fleisch meist schon von den Knochen. Aber nun geht es noch mal weiter.

Phase 3 (1 Stunde)

Im Laufe der zweiten Phase, kann man sich um die Glasur, also um den Mop kümmern. Ich bevorzuge hier die süß/scharfe Variante.

Aufkochen Glasur

Herstellen der Glasur

Wenn die Ribs dann aus der Alufolie vom Dünsten befreit sind, kommen sie wieder auf den Grill bei indirekter Hitze (110-120°C). Jetzt wird die Oberseite (wer mag auch die Unterseite) mit der vorher hergestellten Glasur bepinselt.

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Glasur/Mop auftragen

Bei geschlossenem Deckel bleiben die Ribs noch mal für eine Stunde auf dem Grill. Nicht wundern, die Glasur wird durch den hohen Zuckergehalt schnell dunkel. Deshalb auch keine zu hohe Hitze verwenden.

Dann sind sie endlich fertig! Bei richtig guten Ribs sollte es dann so sein, dass ihr die Knochen mit zwei fingern aus dem Fleisch ziehen könnt, oder wenn man zwei Knochen gegeneinander dreht, man zwei Hälften in den Händen hält.

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Perfekte 3-2-1 Ribs

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachmachen der 3-2-1 Ribs!

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